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Vorlage - M/15/2229-01  

 
 
Betreff: Anpassung des Liniennetzes der STOAG zum Fahrplanwechsel Juni 2013
Status:öffentlichVorlage-Art:Berichtsvorlage
Verantwortlich:Janclas
Federführend:Verkehrsplanung und Tiefbau Bearbeiter/-in: Schleuter, Martina
Beratungsfolge:
Bezirksvertretung Osterfeld Beschlussfassung
04.09.2012 
24. Sitzung der Bezirksvertretung Osterfeld zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Alt-Oberhausen Anhörung
05.09.2012 
24. Sitzung der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen zur Kenntnis genommen   
Bezirksvertretung Sterkrade Anhörung
06.09.2012 
22. Sitzung der Bezirksvertretung Sterkrade zur Kenntnis genommen   
Planungsausschuss Anhörung
11.09.2012 
22. Sitzung des Planungsausschusses zur Kenntnis genommen   

Sachverhalt
Anlage/n
Anlagen:
TagNetz  
NachtNetz  

Sachdarstellung

 

Am 25.06.2012 hat der Rat der Stadt Oberhausen den Haushaltssanierungsplan für die Jahre 2012 ff (Vorlage B/15/2076-01) beschlossen. Als Maßnahme mit der lau­fenden Nr. 126 wurde die Reduzierung des städtischen Zuschusses an die STOAG in Höhe von insgesamt 3,5 Mio Euro/Jahr ab 2013 insbesondere durch Steigerung der Produktivität und Überarbeitung der Mittelfristplanung aufgeführt. Die Maßnahmen im Verkehrsangebot sollen unter Berücksichtigung von Einnahmeverlusten eine Ersparnis von 1 Mio erbingen.

 

Im Folgenden werden die Einsparungen im Liniennetz, im Tag- bzw. Nachtnetz aufgeführt. Der Aufgabenträger hat gemeinsam mit den Stadt­werken Oberhausen die umliegenden Städte und die zugehörigen Verkehrsbetriebe über die Änderungen infor­miert und mit Ihnen diskutiert. Ebenfalls wurden Abstim­mungen mit Pro Bahn getätigt.

 

Soweit möglich, wurden aber Anregungen aus den Gesprächen schon in die Maß­nahmen­liste eingearbeitet. Die Umsetzung der Liniennetzänderung erfolgt zum Fahr­planwechsel Juni 2013. Auf der Grundlage der Netzanalyse wurden die Einsparpo­tentiale anhand der

 

-          Auslastung der Linien (Anzahl Fahrgäste; Fahrzeugkapazität)

-          Ein- und Aussteigerzahlen an den Haltestellen

-          Reiseweiten, -ziele

 

ermittelt.

 

Das Angebot wurde dort verringert, wo die Nachfrage gering war bzw. Haltestel­len wur­den dort aus der Bedienung herausgenommen, wo alternative Haltestel­len im Einzugs­bereich lagen. Hierdurch gelang es nur geringfügige Änderungen auf den SB-Strecken vor­zuneh­men.

 

Das Kernnetz ist weiterhin attraktiv mit einem 10- bzw. 20-Minuten-Takt. In den Stadtrandla­gen und dicht besiedelten Gebieten wird es ergänzt durch einen 20- und 30-Minuten-Takt. Im äußeren Bereich wird die Erschließung durch einen 60-Minuten-Takt gesichert.

 

Im Einzelnen sehen die Änderungen wie folgt aus:

 

TagNetz

 

Linie 112 montags bis freitags im 20-Minuten-Takt und sonntags im 30-Minuten-Takt statt im 15-Minuten-Takt

 

Montags bis freitags soll die Linie 112 zwischen Landwehr und Sterkrade Neumarkt im 20-Minuten-Takt verkehren. Jede zweite von Mülheim kommende Bahn endet dann an der Hal­testelle Landwehr. Auf der Trasse ist eine Vertaktung mit der Linie 960 vorgesehen.

 

In Oberhausen verkehren alle Linien sonntags im 30-Minuten-Takt oder im 60-Minu­ten-Takt. Die Linie 112 stellt hier die Ausnahme dar, weil sie im 15-Minuten-Takt ver­kehrt. Die Aus­lastung der Straßenbahn ist sonntags nur gering, da die Neue Mitte dann nur wenige Fahr­gäste anzieht. Aus diesem Grund ist eine Taktreduzierung sonntags vertretbar. An Veran­staltungstagen wie verkaufsoffene Sonntage wird ein Pendelverkehr auf der ÖPNV-Trasse eingerichtet, um die zusätzlichen Fahrgäste aufzunehmen.

 

Linie 185 entfällt zwischen Neue Mitte und City-Forum

 

Die Linie 185 kommt von Essen Borbeck und verkehrt über Essen Dellwig und Neue Mitte bis Oberhausen Hbf. und weiter bis zur Endstelle City Forum. Diese Linie ver­kehrt im 20-Minuten-Takt, abends und am Wochenende im 30-Minuten-Takt. Zwi­schen Essen Dellwig und Oberhausen Hbf. besteht noch die Bahnverbindung mit der Linie S2, zwischen Essen Borbeck und Oberhausen Hbf. verkehrt noch die Linie 143, so dass bei einer Verkürzung der Linie 185 auf den Abschnitt Borbeck – Neue Mitte noch direkte Verbindungen zum Oberhau­sener Hbf. bestehen. Die Linien 957 und 185 fahren zwischen Neue Mitte und Oberhausen heute fast zeitgleich. Es besteht die Möglichkeit, zwischen Oberhausen Hbf. und Neue Mitte einen Anschluss zwischen den Linien 185 und 957 herzustellen, so dass sich die Fahrzeit nur unwesentlich verlängern würde. Die Verbindungen würden dann mit einem Umstieg weiterhin erhalten bleiben.

 

Umstellung der Linien 961 und 953 auf Stundentakt

 

Bei den Linien 953 und 961 handelt es sich um Linien, die an der Stadtgrenze ver­kehren. Die Linie 953 hat eine Verbindungsfunktion Dümpten – Neue Mitte und er­schließt insbesondere die Siepenstraße. Als Alternativen gibt es in Dümpten die Linie 960, die sowohl den Ober­hausener Hbf. als auch die Neue Mitte anfährt, auf der Bottroper Str. die Linie SB 91 mit der Fahrtbeziehung nach Oberhausen über Neue Mitte, und im Bereich Tackenberg bestehen Alternativen durch die Linien SB 92 und SB 93. Die Linie 953 wird im Bereich Siepenstraße insbesondere für das Louise Schröder Heim eingesetzt.

 

Aufgrund der geringen Nachfrage auf dieser Linie von rund 2.300 Fahrgästen pro Ver­kehrstag Mo. – Fr., bei einer max. durchschnittlichen Auslastung von 24 % in der Spitzen­stunde und der vorhandenen Alternativen, kann der Takt dieser Linie von einem 30-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt umgestellt werden. Aufgrund des Louise-Schröder Heims ist von einer kompletten Einstellung dieser Linie jedoch abzuraten.

 

Die Linie 961 verkehrt von Osterfeld Mitte bis Spechtstraße und stellt ebenfalls eine Linie dar, die in Stadtrandlage verkehrt. Im Einzugsbereich der Linie liegen im Be­reich Osterfeld noch die Linie 957, sowie im Bereich Tackenberg die Linien SB 92 und SB 93, die alternativ genutzt werden können. Aufgrund der Alternativen und der sehr geringen Fahrgastzahlen dieser Linie von rund 700 Fahrgästen pro Verkehrstag Mo. – Fr. bei einer max. durchschnitt­lichen Auslastung von 14 % in der Spitzen­stunde auch der 30-Minuten-Takt auf einen 60-Minuten-Takt umgestellt.

 

Da die nur gering frequentierten Haltestellen zwischen Tackenbergstraße und Spechtstraße jedoch nicht im Einzugsbereich anderer Haltestellen liegen, ist eine Einstellung dieser Linie nicht möglich.

 

Damit es im Schülerverkehr nicht zu Überlastungen kommt, werden die anderen Li­nien durch Einsatzwagen verstärkt.

 

Umstellung der Linie 957 zwischen 21:00 Uhr und 23:00 Uhr auf Stundentakt

 

Aufgrund der geringen Nachfrage dieser Linie in den Abendstunden ist eine Reduzie­rung des Taktes auf dieser Linie von einem 30 Minuten-Takt auf einen 60 Minuten-Takt sinnvoll. Diese Linie dient die wichtigsten Punkte in Oberhausen an (Hbf, Sterkrade Bf, Osterfeld Mitte und Neue Mitte), so dass kaum Umsteiger betroffen sind und trotz des Stundentaktes die Linie gut erreichbar bleibt. Diese Linie wird ab Arminstr. über einen anderen Linienweg über Osterfeld Süd Bf. – OLGA-Park – Zweigstr. - Sterkrade Mitte und weiter den jetzigen Linien­weg geführt.

 

Rücknahme Linie 129 zwischen Ruhrpark und Fröbelplatz (bis auf 2 Schüler­fahrten)

 

Diese von der MVG betriebene Linie spielt zwischen Fröbelplatz und Ruhrpark nur im Schü­lerverkehr zur Willy-Brandt-Schule in Mülheim eine Rolle. Deshalb ist die Rück­nahme ver­tretbar, zumal die Fahrten im Schülerverkehr erhalten bleiben.

 

Komplette Wegnahme Linie 958

 

Die Linie 958 fährt von Oberhausen Hbf. über Theater, Knappenmarkt Osterfelder Straße weiter bis Osterfeld Mitte und anschließend über die Vestische Straße bis Sterkrade Bf. Bis auf die Haltestellen Theater, Arndtstraße, Michaelkirche, Rudolf­straße und Eifeler Straße werden alle anderen Haltestellen von anderen Linien überwiegend in den selben Fahrtrelati­onen bedient. Die Haltestellen Arndtstraße und Theater könnten alternativ bedient werden. Die Haltestelle Rudolfstraße im Einzugs­bereich der Königsberger Straße. Die 4.200 Fahr­gäste an einem normalen Mo. Fr. können durch andere Linien aufgefangen werden.

 

Damit es im Schülerverkehr nicht zu Überlastungen kommt, werden die anderen Li­nien durch Einsatzwagen verstärkt.

 

Kurzfahrt der Linie 122 Mülheim City-Forum

 

Der Abschnitt nördlich des Oberhausener Hbfs wird nicht mehr durch die Linie 122 bedient. Die Haltestelle City-Forum wird anstelle der Linie 185 nun von der Linie 122 bedient. Der Abschnitt Goerdelerstraße-Sterkrade soll von der Linie 956 im 30-Minuten-Takt bedient wer­den.

 

Veränderter Linienweg der Linie 976

 

Linie 976 fährt ab Sterkrade Bf. Richtung Norden über Hamburger Straße und Brüderstraße bis zur Falkestraße und löst damit mit sowohl die Linie 954 und die Linie SB97 (30-Minuten-Takt und 20-Minuten-Takt) im 20-Minuten-Takt ab.

 

Im Oberhausener Süden fährt die Linie 976 ab Oberhausen Hbf. wie die heutige Li­nie 960 bis Wehrstraße und ab da den heutigen Linienweg bis MH-Heifskamp

 

Linie 956

 

Diese neue Linie im 30-Minuten-Takt befährt ab Goerdelerstraße den Linienweg der Linie 122 bis Sterkrade Bf., ab da den Linienweg der entfallenen Linie 958 bis Oster­feld Mitte und weiter über die Konrad-Adenauer-Straße als Ersatz für die Linie 122. Ab Oberhausen Hbf. wird der Linienweg der heutigen Linie 976 bis Wehrstraße übernommen.

 

Linie 954

 

Um auf der Vestischen Straße mit zwei Linien einen 15-Minuten-Takt zu bekommen, wird die Linie 954 ab Sterkrade Bf. bis Aquapark verlängert.

 

Linie 939

 

Die Linie wird von Duisburg kommend ab Oberhausen Hbf. weiter bis Anne-Frank-Real­schule geführt und endet dort. Der Abschnitt Oberhausen Hbf. Aquapark wird durch die Linie 961 übernommen.

 

Linie 966

 

Diese Linie wird nur täglich zwischen 9:00 Uhr und 21:00 Uhr fahren, um das Schloss Ober­hausen besser zu erreichen, insbesondere von Sterkrade aus. Diese Linie fährt im 60-Minu­ten-Takt und nur zwischen Oberhausen Bero-Zentrum und Sterkrade Bf.

 

Linie 960

 

Ab Oberhausen Hbf. übernimmt diese Linie die Funktion der aufgelösten Linie 958 bis Kö­nigsberger Str., im weiteren Verlauf geht es über die Dieningstraße  zur bis-herigen Endstelle Dümpten.

 

Linie 952/SB94

 

Die Linie 952 fährt im 20-Minuten-Takt und ist in der HVZ mit der Linie SB 97 ver­knüpft. In der SVZ fährt diese Linie allein. Der Linienweg ab Sterkrade Bf. ist bis Theodor-Spiering-Platz mit der Linie SB 94 identisch. Von dort wird die Linie zur End­stelle Everslohstraße ge­führt. Die Linie SB 94 endet von Buschhausen kommend bereits in Sterkrade Bf.

 

Linie 962

 

Diese Linie ersetzt zwischen Sterkrade Bf. und Hohe Str. die Linie 976 und wird von dort zum Kleekamp geführt. Sie fährt durchgängig im Stundentakt und ist zwischen Sterkrade Bf. und Alsfeldstr. mit der Linie 955 vertaktet.

 

NachtNetz

 

Im heutigen NachtNetz werden 13 Kurse und zusätzlich 4 städteübergreifende Linien einge­setzt. Die wichtigste Qualität des heutigen NE-Netzes ist die zentrale Sternfahrt in Sterkrade mit einigen Randanschlüssen in Osterfeld, an der Heinrich-Böll-Gesamt­schule sowie die kleine Sternfahrt am Oberhausener Hbf. sowie der 30-Minuten-Takt auf der ÖPNV-Trasse. Die Auslastung der Fahrten sind in der Fläche nur sehr gering, mit Ausnahme der ÖPNV-Trasse und bei Veranstaltungen. Es werden von den 345 Haltestellen im TagesNetz heute 235 Haltestellen vom NE-Netz bedient.

 

Das heutige NachtNetz hat mit seinen Sternfahrten in Sterkrade und am Hbf. eine sehr gute Qualität, welche weitestgehend erhalten werden sollte. Es bietet sich aber an, die Linien NE4 und NE9 zusammenzulegen. Hierdurch wird ein Kurs eingespart, wobei nach kleineren An­passungen der Linien NE1 und NE7 nur 3 Haltestellen ausgelassen werden können. Auf­grund der hohen Qualität des NE-Netzes bietet sich an, in Tagesrandlagen den Tagesver­kehr zu reduzieren und das NE-Netz anstelle des TagesNetzes fahren zu lassen. Deshalb wird samstags das NE-Netz zukünftig bis 8 Uhr verkehren und damit 2 Stunden länger als heute.

 

In Tabelle 1 eine Übersicht über die Veränderungen durch das zukünftige NE-Netz.

 

Tabelle 1: Vergleich TagesNetz und NE-Netz

 

TagesNetz

NE-Netz Stand Januar 12

NE-Netz (plan)

Anzahl Haltestellen

345

235

232

Anzahl Linien

24

12

11

Anzahl Busse

90

13

9

Stadtübergreifende Linien

10

4

4

 

 

Die Aufwandsverringerungen von 1,2 Mio gliedern sich nach Durchführung der vorgestell­ten Maßnah­men.

 

 

-          700 T Busnetz

-          500 T Straßenbahnnetz

 

Bei einem erwarteten Einnahmerückgang aufgrund dieser Maßnahmen könnte eine Ergeb­nisverbesserung von 1 Mio. Euro erreicht werden.

 

 

 

Kurzfassung

 

Der Rat der Stadt Oberhausen hat im Haushaltssanierungsplan im Juni 2012 die Re­duzie­rung des städtischen Zuschusses an die STOAG in Höhe von 3,5 Mio /Jahr beschlossen. Davon sollen 1,0 Mio. durch die Minimierung des Verkehrsangebotes eingespart werden. Die dafür durchzuführenden Liniennetzänderungen im Tag- und Nachtnetz werden in der Vorlage beschrieben und sollen zum Fahrplanwechsel Juni 2013 umgesetzt werden.

 

Anlagen

Anlagen

 

TagNetz

NachtNetz

Anlagen:  
  Nr. Name    
Anlage 1 1 TagNetz (6429 KB)      
Anlage 2 2 NachtNetz (9171 KB)